
Hannover – Nach dem Aus im DFB-Pokal unter der Woche steht für Holstein Kiel der Ligaalltag wieder auf der Agenda. Dafür reisen die Störche nach Niedersachsen, wo sie am Sonntag (13.30 Uhr) in der 2. Bundesliga bei Hannover 96 gastieren.
Entgegengesetzte Formkurven
Die Ausgangslage beider Mannschaften ist vor dem Spiel unterschiedlich. Während die 96er nach vier sieglosen Spielen am Stück zuletzt zweimal einen Sieg einfuhren, ist es bei Holstein eher andersrum. Fünf Ligaspiele war die KSV unbesiegt, bevor am vergangenen Wochenende die Heimniederlage gegen Fürth den Kielern einen Strich durch die Rechnung machte. Hinzu kommt das bereits erwähnte Aus im DFB-Pokal – allerdings war der Gegner dort der Titelverteidiger aus der Bundesliga.
In der Tabelle rangieren die Gastgeber momentan auf dem fünften Platz, holten 35 Punkte aus 20 Partien. Kiel steht mit elf Punkten weniger etwas schlechter da und muss sich aktuell mit Rang elf zufrieden geben.
„Aus meiner Sicht das größte Kompliment“
„In der Hinrunde hatte Hannover einen sehr guten Lauf. Die Tore, die sie dann gegen uns gemacht haben, passen letztlich auch ins Bild. Trotzdem ist es damals wie heute eine sehr, sehr gute Mannschaft“, betonte Holstein-Coach Marcel Rapp, der auch noch lobende Worte für seinen Gegenüber an der Seitenlinie hatte: „Wie sie spielen, ist ganz klar. Ich sage immer: Christian-Titz-Fußball. Das ist aus meiner Sicht das größte Kompliment, das man einem Trainerkollegen machen kann – wenn man einfach den Namen nennt und jeder sofort weiß, was gemeint ist.“
„Sie suchen viele Eins-gegen-eins-Duelle, verlagern häufig das Spiel, kommen über Halbraumdurchbrüche und verteidigen gegen den Ball sehr aggressiv. Wir wissen also ganz genau, was auf uns zukommt. Darauf müssen wir uns gut einstellen, und dann werden wir versuchen, gute Lösungen zu finden – und ich bin mir auch sicher, dass wir die haben“, zeigte sich Rapp optimistisch.
Aus Bad Schwartau über Hamburg nach Kiel
Derweil stehe an der Förde bereits der erste Sommerneuzugang fest. Nach BILD-Informationen wechselt U19-Nationalspieler Moritz Reimers (18) im Sommer vom Hamburger SV zu Holstein. Vergangenen Montag sei es in Kiel zur Unterzeichnung eines Profi-Vertrags bis 2030 gekommen. Reimers Arbeitspapier in Hamburg läuft nach der Saison aus, den Hanseaten stehe eine Ausbildungsentschädigung von rund 50.000 Euro zu.
Der in Bad Schwartau geborene Rechtsfuß Reimers kam 2021 vom VfB Lübeck nach Hamburg. Über die U17 und U19 schaffte er den Sprung in die Viertliga-U21, machte in dieser Saison dort bislang 13 Spiele (zwei Tore, sechs Vorlagen). Dazu hat er sechs Einsätze in der deutschen U19-Nationalmannschaft in der Bilanz stehen.
Der 21. Spieltag (6. – 8.2.2026)
Münster – Bochum 1:1
Fürth – Magdeburg 4:5
Elversberg – Hertha (Sa., 13 Uhr)
Paderborn – Nürnberg
Schalke – Dresden
Darmstadt – Kaiserslautern (20.30 Uhr)
Karlsruhe – Düsseldorf (So., 13.30 Uhr)
Hannover – Kiel
Bielefeld – Braunschweig
Die Tabelle
| 1. | FC Schalke 04 | 20 | 24 : 14 | 39 |
| 2. | SV Elversberg | 20 | 37 : 20 | 38 |
| 3. | SV Darmstadt 98 | 20 | 36 : 22 | 38 |
| 4. | SC Paderborn 07 | 20 | 31 : 23 | 36 |
| 5. | Hannover 96 | 20 | 35 : 27 | 35 |
| 6. | 1. FC Kaiserslautern | 20 | 35 : 27 | 31 |
| 7. | Hertha BSC | 20 | 25 : 20 | 31 |
| 8. | VfL Bochum 1848 | 21 | 30 : 27 | 27 |
| 9. | 1. FC Nürnberg | 20 | 23 : 28 | 26 |
| 10. | Karlsruher SC | 20 | 29 : 36 | 26 |
| 11. | Holstein Kiel | 20 | 25 : 26 | 24 |
| 12. | Eintracht Braunschweig | 20 | 21 : 32 | 24 |
| 13. | 1. FC Magdeburg | 21 | 31 : 37 | 23 |
| 14. | Fortuna Düsseldorf | 20 | 19 : 30 | 23 |
| 15. | SC Preußen Münster | 21 | 25 : 32 | 22 |
| 16. | DSC Arminia Bielefeld | 20 | 30 : 28 | 21 |
| 17. | SG Dynamo Dresden | 20 | 29 : 36 | 20 |
| 18. | SpVgg Greuther Fürth | 21 | 32 : 52 | 19 |
Bildquellen
- Lorenz: Lobeca/Jasper Lorenz
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